Mittwoch, 9. Januar 2013

Frohes Neues Jahr!

Allerseits ein Frohes Neues Jahr 2013 - auf dass alle eure Träume in Erfüllung gehen und ihr dennoch nie aufhört zu träumen!

Mein Jahr hat ebenso schön angefangen, wie das letzte Jahr aufgehört hat. Ich habe Silvester mit vielen anderen Freiwilligen an der Küste verbracht, in einem Hostel in Kilifi, das einfach traumhaft war. Zum Einstieg sind hier ein paar Bilder von der Hostel-Anlage. Leider ist meine Kamera nicht sehr gut. Daher sehen meine Fotos oft etwas dunkel aus, obwohl die Sonne geschienen hat. Wenn ich die Fotos von anderen Freiwilligen habe, werde ich noch ein paar hinzufügen.

Haupthaus mit Pool

der Weg zu unserem Strand

unser Strand bei Ebbe


Die Duschen und Toiletten im Bambus



Unsere Reise haben wir am 27.12. abends in Nairobi angetreten, wo wir den Nachtbus nach Mombasa und dann weiter nach Kilifi genommen haben. In diesem Bus waren wir 11 Freiwillige aus Deutschland, Frankreich und Finnland, später sind noch drei Freiwillige aus Deutschland und ein Freiwilliger aus China zu uns gestoßen. Lena hatte außerdem ihren Bruder Philip im Gepäck. Die Fahrt was anstrengend, aber die Vorfreude groß! Wir erreichten Kilifi sehr früh am morgen und konnten am Strand den Sonnenaufgang genießen. Als die anderen Hostel-Gäste langsam aus ihren Häusern und Zelten gekrochen sind, haben wir uns ebenfalls an den Aufbau unserer Zelte gemacht. Wir hatten ein leckeres Frühstück und sind gut gelaunt in den ersten Urlaubstag gestartet.


An den ersten beiden Tagen hat es leider ein bisschen geregnet, weshalb wir keine Lust hatten, viel zu unternehmen. Trotzdem war es nicht kalt. Das Klima an der Küste ist ganz anders als in Nairobi. Dort ist es eher trocken heiß und kühlt abends ab. An der Küste ist es feucht und auch nachts noch sehr warm. Im Zelt war es daher oft stickig, wovon wir uns aber die gute Urlaubslaune keinesfalls haben verderben lassen!
Ich habe mein Zelt mit Kelsey (ihr erinnert euch vielleicht an das Foto von Weihnachten?!) und später auch mit Svenja geteilt. Einige von uns haben sich für die etwas teurere Variante entschieden und in einem Haus mit Doppelstockbetten gewohnt. Insgesamt ist das Hostel, das von zwei jungen Franzosen geführt wird, aber sehr günstig und hat sogar ein extra Angebot für Freiwillige: Für uns war an jedem dritten Tag die Unterkunft kostenlos. Gekocht haben wir meistens selbst. Das hat zum Einen den Vorteil, dass man Geld spart, da das Essen im Hostel verhältnismäßig teuer (dafür aber richtig richtig gut!!) ist und zum Anderen hat man so natürlich die Freiheit, selbst auszuwählen, was auf den Tisch kommt.

Als das Wetter besser wurde, haben wir von unserem Strand aus einen Boots-Ausflug gemacht und sind geschnorchelt. Wir waren alle ganz begeistert von den vielen Seeigeln und Korallen und den vielen süßen kleinen Fischen, die man teilweise aus dem Film "Findet Nemo" kennt.
Anna und ich


Ein weiterer Ausflug führte uns nach Mombasa. Die Stadt hat mir gut gefallen. Sie ist ganz anders als Nairobi, viel weniger hektisch, weniger überlaufen und hat einen deutlichen Touch Orient. Hier trifft man viele Kenianer, denen man ihre orientalisch-asiatische Herkunft deutlich ansieht. Es lohnt sich sicher, mehr als einen Tag hier zu verbringen! Man hat das Gefühl, in einem ganz anderen Kenia gelandet zu sein. Plötzlich habe ich verstanden, warum Mombasa darum kämpft, eigenständig zu sein und nicht mehr zu Kenia zu gehören.
Anna, Svenja, ich, Theresa
Sehr gefreut habe ich mich auch über das "schöne" Swahili, das hier die Menschen sprechen, denn hier leben die swahilischen Muttersprachler. Der Dialekt in Nairobi wird "Sheng" genannt und besteht aus einer Mischung aus Swahili und Englisch. Manchmal ist das für mich etwas schwer zu verstehen. Außerdem hört man in Nairobi (natürlich auch in Mombasa) viele andere Sprachen wie z.B. Kikuyu oder Kikamba. Insgesamt gibt es in Kenia 42 unterschiedliche ethnische Gruppen mit unterschiedlichen Sprachen. Auch wenn man also Swahili gelernt hat, kommt man damit nicht sehr weit. Zum Glück haben aber alle Menschen, die ich bisher hier getroffen habe, recht gut Englisch, was das Kommunizieren sehr erleichtert! Manchmal bin ich aber auch fast ein bisschen traurig, denn mein Swahili wäre sicher sehr viel besser, wenn ich mehr darauf angewiesen wäre, es zu sprechen und zu verstehen!

In Mombasa haben wir sehr gut zu Mittag gegessen und dann einen hinduistischen Tempel besucht. Um den Tempel betreten zu dürfen, mussten wir unsere Schuhe ausziehen. An diesem Tag war es aber so heiß und die Sonne hat so gebrannt, dass wir über die heißen Steine nur rennen konnten. Das Foto von mir musste sehr schnell geschossen werden, damit ich mich wieder in den mehr oder weniger kühlen Schatten retten konnte.

Außer Mombasa haben die meisten von uns noch die Ruinen in Watamu besucht. Hier hatten wir eine schöne Führung von einer sehr netten Kenianerin, die uns alles über die Menschen erzählt hat, die in diesen Häusern einst gewohnt und in der Moschee gebetet haben. Heute wird die Ruine vor allem von süßen Äffchen bewohnt, denen Clemens todesmutig seine Freundschaft angeboten hat. Außerdem ist hier ein schönes Gruppenfoto von uns entstanden.


Anna, Svenja, ich, Philip, Clemens, Kelsey, Lena, Theresa, Jing
An Silvester selbst haben wir in unseren Hostel ausgiebig am sehr leckeren Buffet geschlemmt und uns nett am Pool und im Gemeinschaftshaus unterhalten. Wir haben den Abend alle sehr genossen. Später sind wir auf eine Party in der Nähe gegangen und haben zu Techno-Beats ausgiebig die Fetzen fliegen lassen. Die Party wurde von ein paar Jungen Leuten veranstaltet, die DJs organisiert hatten und uns einen schönen Abend unter freiem Himmel mit (je nach Geschmack) guter Musik beschert haben.

Nach Silvester sind wir noch ein paar Tage in Kilifi geblieben, haben im Pool und im Meer gebadet, uns selbst mit gutem Essen verwöhnt und einfach mal die Seele baumeln lassen. Obwohl wir alle in Buruburu unser kenianischen zu Hause gefunden haben, ist es einfach mal schön, aus der Stadt raus zu kommen, um hier das Paradies zu erleben.

Obwohl geplant war, am 2.1. abends nach Nairobi zurück zu fahren, haben einige von uns sich dazu entschieden, unseren Aufenthalt noch um zwei Tage zu verlängern. Kelsey, Svenja und ich sind noch ein mal mit dem Matatu nach Watamu Beach gefahren und haben im wunderbar warmen Meer gebadet, haben den Wind an der Küste genossen und uns jeder einen leckeren Eisbecher gegönnt. In Kilifi wohnen viele Italiener - das Eis war dementsprechend gut :)
Svenja und ich



An unserem letzten Tag haben Svenja und ich noch einmal Ruinen - diesmal in Kilifi - besucht und einen anliegenden kleinen Reptilienpark, wo wir Schlangen und Schildkröten gesehen haben. Davon habe ich leider keine Fotos - sie werden nachgereicht.

Insgesamt habe ich den Urlaub sehr genossen und werde wohl sicher noch einmal zur Küste zurück kehren!
Kenia gefällt mir immer besser und es geht mir sehr gut hier. Ich würde euch das alles gerne zeigen und euch beweisen, wie schön es hier ist! Wenn ihr einmal die Chance haben solltet - bucht schnell einen Flug und kommt in meine neue zweite Heimat!