Mittwoch, 26. September 2012

Watoto Wema

Heute gibt es ein paar neue Fotos aus dem Watoto Wema Centre.

Bravis winkt in die Kamera


Sarah und Sharon beim Seilspringen


auf der Schaukel

Ibrah hält auf meinem Arm Mittagsschlaf





Montag, 24. September 2012

11 Monate voller schöner Momente...

WENN

Ich mein Leben noch einmal leben dürfte,
würde ich viel mehr Fehler machen.

Ich würde entspannen.
Ich würde viel verrückter sein als in diesem Leben.
Ich wüsste nur wenige Dinge,
die ich wirklich sehr ernst nehmen würde.
Ich würde mehr Risiko eingehen.
Ich würde mehr reisen.
Ich würde mehr Berge besteigen, mehr Flüsse durchschwimmen
und mehr Sonnenuntergänge betrachten.
Ich würde mehr Eis und weniger Salat essen.
Ich hätte mehr echte Probleme und weniger eingebildete.
Sehen Sie, ich bin einer dieser Menschen,
die immer vorrauschauend und vernünftig leben,
Stunde um Stunde, Tag für Tag.

O ja, es gab schöne Momente,
und wenn ich noch mal leben dürfte,
hätte ich mehr davon.
Ich würde eigentlich nur noch welche haben.
Nur schöne, einen nach dem anderen.

Wenn ich mein Leben noch einmal leben dürfte,
würde ich bei den ersten Frühlingsstrahlen barfuss gehen
und vor dem Spätherbst nicht damit aufhören.
Ich würde vieles einfach schwänzen.
Ich würde mehr Achterbahn fahren.
Ich würde öfter in der Sonne liegen.

(Quelle: Harley-Davidson, manager magazin 6/98)

Samstag, 22. September 2012

Watoto Wema Centre

So, hier also der erste Post über meine Einsatzstelle, das Watoto Wema Centre. Als erstes möchte ich euch die Seite des Vereins geben, der das Watoto Wema Centre von Deutschland aus mit Spenden unterstützt: http://www.watotowema.net/ Hier kann man viel über aktuelle Projekte, Patenschaften, Spenden, Kinder und alles Mögliche rund um das Watoto Wema erfahren. Die Seite ist sehr aktuell und informativ.

Weil ich die Internetseite echt gut finde, möchte ich die Struktur des Centres hier nur kurz darstellen: Im Watoto Wema Centre, was soviel wie "Centre der guten Kinder" bedeutet, wohnen im Moment um die 40 Jungen und Mädchen zwischen zwei und 16 Jahren. In dem Heim werden die kleinen Kinder bis zur zweiten Klasse unterrichtet, bevor sie auf eine staatliche Schule wechseln und nur noch abends und nachts im Heim anzutreffen sind.Das Heim bietet außerdem Platz für Daycare-Kinder, die nur tagsüber ins Center kommen, um die Schule zu besuchen und etwas zu essen zu bekommen, und nachts bei ihrer Familie schlafen.
Außerdem gibt es home-based Kinder, die zu Hause wohnen und vom Watoto Wema Centre finanziell und "beratender Weise" unterstützt werden. Es ist ein Ziel des Watoto Wemas, dass alle Kinder möglichst wieder zurück in ihre Familien können, wenn es die Umstände zu Hause erlauben.

Meine erste Woche im Watoto Wema Centre war toll! Die Kinder sind sehr lieb, aufgeschlossen, neugierig, aufmerksam, ausgeglichen und hilfsbereit. Auch meine Kolleginnen und Kollegen und die anderen Freiwilligen sind sehr nett. Im Moment arbeiten im Watoto zwei Lehrerinnen, ein Sozialarbeiter (der auch unterrichtet), ein Betreuer für die Jungs, eine Betreuerin für die Mädchen, eine Putz- und Waschfrau, die gleichzeitig Betreuerin für die Kids ist und der Kopf des Watoto Wema, Mr. Lusweti. Außerdem sind wir im Moment vier Freiwillige, von denen aber nur Nora und ich für 11 Monate hier arbeiten werden.

An unserem ersten Tag wurden wir sehr freundlich willkommen geheißen, die Kinder versuchten gleich, unsere Namen aufzuschreiben:

Wie man sieht, waren wir am ersten Tag zu dritt: Lena hat uns zwei Tage lang ins Watoto Wema begleitet, weil ihr Projekt noch nicht gestartet hat, weil hier seit vier Wochen (!) die Lehrer streiken und in öffentlichen Schulen kein Unterricht stattfindet. Für uns ist das ein Vorteil, da wir so gleich alle Kinder des Watoto Wema kennenlernen, auch die, die um die Uhrzeit, in der wir dort sind (9-15 Uhr) eigentlich in der Schule sein müssten.

Noras und meine Aufgaben im Watoto Wema bestehen darin, die Lehrer beim Unterrichten zu unterstützen, mit den Kindern Mittag zu essen und Nachmittags evtl. noch etwas mit ihnen zu spielen oder zu singen. Wenn wir uns etwas "eingelebt" haben (wir bekommen glücklicherweise viel Zeit, um das Center und alles drumherum erst einmal kennen zu lernen), werden wir außerdem eine eigene "Familie" übernehmen. In einer Familie sind 4-6 Kinder unterschiedlichen Alters, die in ihrem "Familienoberhaupt" ihren Hauptansprechpartner finden.

Hier sind ein paar Fotos, wie während der ersten Woche im Watoto Wema entstanden sind:



 Sarah mit meiner Sonnenbrille. Die Kinder sind immer neugierig, wenn man etwas dabei hat. Besonders gerne möchten sie an unseren Handys die Spiele spielen oder mit unseren Kameras fotografieren. Einige der folgenden Fotos sind also gar nicht von mir, sondern von den Kindern selbst geschossen.

Das hier ist das Haus der Jungs, links sieht man das Schulgebäude.
 Auch die Halskette ist interessant. Und die Haare!
 Das hier sind die SchülerInnen der ersten Klasse. Sie werden von Edwin, dem Sozialarbeiter des Watoto Wema unterrichtet. Fächer sind Englisch, Swahili (in der pre-unit ist das noch beides zusammengefasst unter "language"), Mathe und Social Studies. Außerdem wird zweimal in der Woche draußen gesungen und gespielt ( = Musik und Sport).
 Das ist die zweite Klasse, die von Grace unterrichtet wird. Die Kinder hier sind schon richtig fit!
Die kleinsten Kinder starten mit der pre-unit bei Lydia. Hier habe ich die meiste Zeit meiner ersten Woche verbracht. Die Kinder lernen Zahlen und Buchstaben zu schreiben, zu zählen, zu rechnen, Symbole zu erkennen und abzuzeichnen. Die drei Großen können schon ganze Sätze lesen, Carlos, der erst neu dazugekommen ist, übt noch Buchstaben nachmalen.


Außer Kindern wohnen im Watoto Wema Centre Hühner (mit Küken!), Ziegen (mit Neugeborenem!) und Kaninchen. Leider ist ein Kaninchen vor drei Tagen gestorben. Es hatte sich wohl erkältet, weil es nachts doch recht kühl wird.


 Beim Bemalen der Häuser haben unsere Vorgänger ganze Arbeit geleistet! Ganz viele Flaggen und nachgemalte Schatten der Kinder schmücken die Außenwände. Hier bin ich mit den drei Kleinsten, die sich sehr für die Kamera und das Fotografieren interessieren!


Links seht ihr Julliet, die viel mehr als eine Putzfrau ist! Sie ist immer für die Kinder da.
Beim Mittagessen. Es gibt Githeri, das aus Mais und Bohnen gekocht wird. Als Essensraum dient der gleiche Raum, der vorher und nachher als Klassenzimmer für alle drei Klassen genutzt wird. Obwohl die Klassen nur durch Stoffwände voneinander getrennt sind, erscheinen mir die Kinder sehr aufmerksam und konzentriert. Soweit es geht eben ;)
Ibrah ist ein neues Kind im WatotoWema. Ich habe ihn für das Plakat fotografiert, auf dem alle Familenmitglieder der acht Familien zu sehen sind. Die Plakate haben wir gestern neu getaltet, damit die neuen Kinder darauf Platz haben und auch die neuen Familienmamas einen Platz für ihr Foto haben.
Sarah zeigt stolz ihren Lolli, den sie von einer Freiwilligen bekommen hat, die einen Monat lang hier gearbeitet hat, gereist ist und gestern noch einmal ins Watoto Wema zurück gekehrt ist, um den Kindern Hallo zu sagen und ihnen Süßigkeiten mitzubringen.


Timothy hat diese Woche schon zum zweiten Mal Besuch von seinen Pateneltern aus Deutschland bekommen. Sie haben ihm viele Geschenke mitgebracht!

Dienstag, 18. September 2012

Wazungu in Buruburu

Nairobi. Für große Aufregung sorgten am Sonntag sechs weibliche und ein männlicher Mzungu (Weiße), die das besonders bei Kindern beliebte Schwimmbad in Buruburu besuchten. Vor den Augen fast aller anwesenden einheimischen (Nicht-) Schwimmer bezogen sie einen Platz am Rand des Beckens, zogen sich in den Umkleiden ihre Bikinis an (weiße Männer scheinen sich in der Öffentlichkeit nicht zu entkleiden) und sprangen in das kalte Becken. Die Zuschauer verfolgten gespannt die ungewohnten Schwimmbewegungen der Ausländer. Zwei Kinder wagten den Versuch, den Weißen die Hand zu schütteln und wurden freundlich begrüßt. Eine mutige Kenianerin fragte eine blonde Ausländerin, ob sie ein Foto von ihr aufnehmen könnte. Die Weißen schienen viel Spaß beim Baden zu haben, sich aber aufgrund der vielen auf sie gerichteten Augenpaare etwas unsicher zu fühlen.

Ein Badegast war sich sicher, die Wazungu schon mal irgendwo gesehen zu haben. Wir fanden heraus, dass es sich bei der Gruppe um eben die Weißen handelt, die bereits bei dem Fußballspiel am letzten Wochenende für große Aufregung unter den Fußballfans gesorgt hatten (wir berichteten). Die Nahaufnahme jedes einzelnen weißen Ausländer,  der das Fußballspiel besucht hatte, wurde im gesamten ostafrikanischen Raum live im Fernsehen ausgestrahlt.

Es scheint, als seien die Wazungu in Zukunft öfter in Buruburu anzutreffen. Wir haben daher exklusiv für Sie zwei Checklisten zusammengestellt, was zu tun ist, wenn sie einem oder mehreren Wazungu begegnen

... auf der Straße

1. Rufen Sie laut "Mzungu".
2. Fragen Sie die Weißen, wie es ihnen geht.
3. Warten Sie die Antwort entweder ab oder fahren Sie mit Schritt 4 fort.
4. Fragen Sie die Wazungu, wie es Obama geht (sicher ist Ihnen bekannt, dass Obama aufgrund seiner kenianischen Wurzeln einer von uns ist!). Dabei ist es vollkommen unerheblich, ob die Weißen aus den USA kommen oder aus einem anderen Land.
5. Freuen Sie sich, was auch immer die Wazungu antworteen. Wichtig: Lachen Sie laut, wenn die Wazungu auf kiswahili antworten.

Tip: Falls die Wazungu nicht in ihrer Hörweite sind oder nicht auf Ihr Rufen reagieren, schicken Sie einfach jemanden, der die Wazungu auf Sie aufmerksam macht und sie bittet, Ihnen zu antworten oder zu Ihnen zu kommen.

... in der Bar

1. Machen Sie die Wazungu durch lautes Rufen auf sich aufmerksam.
2. Lassen Sie die Kellnerin den Wazungu Bier bringen (Tusker ist besonders beliebt bei Weißen) und ihnen mitteilen, wer das Bier für sie bestellt hat.
3. Falls die Wazungu nicht auf Ihre Einladung reagieren, setzen Sie sich zu ihnen.
4. Fragen Sie die Wazungu, was sie in Kenia tun und heißen Sie sie freundlich in Ihrem Land willkommen.
5. Laden Sie die Wazungu ein, sich an Ihren Tisch zu setzen.
6. Laden Sie die weiblichen Wazungu unter Umständen zum Tanzen ein.
7. Zum Schluss: Fragen Sie die Weißen auf jeden Fall nach Ihrer Handy-Nummer oder geben Sie ihnen Ihre eigene. Bieten Sie den Ausländern an, sie mögen Sie anrufen, wann immer sie Hilfe benötigen.

Samstag, 15. September 2012

Hostfamily


Donnerstag abend kam für uns Freiwillige der Moment der Wahrheit: Wir zogen aus dem Hostel aus in unsere Gastfamilien. Auf dem Foto seht ihr das Haus meiner Hostmum Elisabeth und meines Hostfathers Isaac. Die beiden sind sehr nett. Isaac hat schon einige Jahre in Europa (u.a. in München und in Paris), in den USA und in Kanada gelebt. Er hat für die UNESCO gearbeitet. Vor 10 Jahren hatte er einen schweren Autounfall, bei dem er sich beide Beine gebrochen hat, und kann seitdem nicht mehr arbeiten. Die drei Kinder meiner Hostfamily sind verheiratet und leben in Nairobi und in den USA.


Im Moment wohnen in der Familie noch eine Freiwillige aus Finnland und Clemens, ein anderer weltwärts-Freiwilliger aus Deutschland, dessen Projekt 200 km von Nairobi entfernt ist und erst am Dienstag startet. Wir beide teilen uns bis dahin ein Zimmer - ihr seht es auf dem Foto. Wir haben es sehr gut getroffen und genießen viele Freiheiten (Clemens erfreut sich besonders der Freiheit, dass er als Mann selbst Geschirr spülen darf). Es gibt sogar warmes Duschwasser!

Wir Freiwilligen üben uns sehr darin, den Luxus, den wir von zu Hause gewohnt sind, nicht zu vermissen. Im Hostel hatten wir uns schon so daran gewöhnt, abends mit Stirnlampe Zähneputzen und duschen zu gehen, dass wir lachend aus allen Wolken gefallen sind, als Jonas (er ist schon seit Mai hier) uns mitteilte, dass wir auch einfach eine Glühbirne in die Badezimmer-Lampe drehen könnten, um im Bad Licht zu haben. Das erschien uns aber allen zu simpel und so duschten wir weiterhin im romantischen Taschenlampenlicht.
Ebenfalls fast enttäuscht waren wir von dem großen Kaufhaus hier in Buruburu, da man hier wirklich (beinahe) alles bekommt. Nivea-Produkte sind zwar etwas teurer als in Deutschland, aber durchaus erschwinglich. Gewöhnungsbedürftig sind die Straßenkinder, die uns regelmäßig vor dem Kaufhaus abfangen und nach ein paar Schilling für etwas zu Essen fragen. Sie freuen sich aber auch über Bonbons!

Außer deutschen und finnländischen Freiwilligen haben wir schon Freiwillige aus Frankreich, Dänemark und Japan getroffen (auch letztere gelten hier als "Wazungu", also Europäer bzw. Weiße). Viele bleiben aber nur einige Wochen oder Monate, bevor sie wieder zurück in die Heimat gehen.

Gestern abend haben wir uns das erste mal ins Nachtleben Buruburus getraut. Es gibt viele Pubs hier, in denen hauptsächlich Bier getrunken wird. Und damit kennen wir Deutschen uns natürlich aus.


Am Montag gehen alle Freiwilligen in ihre Projekte. Wir sind schon sehr gespannt, was uns dort erwarten wird. Von meinem Projekt habe ich bisher nur Gutes gehört und ich freue mich darauf, dass es bald losgeht. Ich hoffe, ihr klickt wieder mal rein, um zu lesen, was ich über das Watoto Wema zu berichten habe ;)

Samstag, 8. September 2012

"In Kenya, we're never in a hurry."


Diese Aussage von einem CIVS-Mitarbeiter habe ich heute einerseits sehr bestätigt und andererseits deutlich widerlegt bekommen. Bestätigt wurde sie in der eher lockeren Tagesplanung von CIVS, die uns Freiwilligen sehr entgegenkam. Widerlegt wurde sie im Tempo, das auf den Straßen von Nairobi herrscht.
Die Fahrt in die Innenstadt mit dem Matatu war für uns auf jeden Fall ein Tageshighlight. Matatus sind Busse, die in der Regel voll Menschen und voller lauter Musik sind. Da die Straßen aber oft voller Schlaglöcher sind und die Matatu Driver nicht zimperlich mit ihren Bussen, Fahrgästen und anderen Verkehrsteilnehmern umgehen, ist eine Fahrt im "Partybus" ein Erlebnis der besonderen Art! Für Theresa und mich war die Fahrt besonders besonders - wir durften vorne neben dem Fahrer sitzen und seine gefährlichen Überholmanöver aus erster Reihe miterleben. Siehe Foto!

 Die Sightseeing und Shopping Tour durch Nairobi war super, besonders hoch war die Euphorie als wir alle im Sarafi.com Shop einen Internetstick und eine kenianische Sim Karte für unsere Handy erstehen konnten! Die Menschen in Nairobi erlebe ich als sehr freundlich und zurückhaltender als ich erwartet hätte. Trotzdem fallen wir Wazungu (Weiße/Europäer) überall auf, wo wir hingehen.

 
Viel Spaß hatten wir auf dem Kenia's National Conference Center, von welchem man eine tolle Sicht auf ganz Nairobi hat. Hier ist das Pyramiden-Foto entstanden, das wir im Zuge einer Rallye geschossen haben. An den Schuhspitzen von Lucas ist zu erahnen, wie sehr die CIVS-Mitarbeiter sich für uns Freiwillige ins Zeug legen ;) Sie beantworten uns jede Frage und sind auch nicht um eine Antwort verlegen, wenn es um Unterschiede zwischen Deutschlang und Kenia, Liebe, Partnerschaft, Geld, Bildung usw. geht.
  
Mittagessen gab es heute in einem Restaurant, das eine große Auswahl von englischen, amerikanischen und trditionell-kenianischen Gerichten hatte. Für mich gab es Chapati, Sukuma wiki und schwarze Bohnen. Sehr lecker!
Ich habe sogar etwas Fleisch probiert, war aber nicht begeistert und habe den Rest auf dem Teller gelassen.

Im Moment fühle ich mich sehr geplättet von den vielen aufregenden neuen Eindrücken und werde mich nach einer Katzenwäsche (wir haben im Moment kein fließendes Wasser im Hostel) unter mein Moskitonetz verkriechen. Auf dem Foto links seht ihr den Eingang zu unserem Hostel in Buruburu. 


 
Remember: Wer meinen Blog liest, bekommt keine objekitve Einschätzung dessen, was ich sehe und erlebe. Ich schildere meine persönlichen Eindrücke und keine endgültigen Wahrheiten. Wer Interesse an einer (vielleicht) anderen Sicht auf Land und Leute hat, kann gerne die Blogs meiner Mitfreiwilligen anklicken (siehe rechts).

Freitag, 7. September 2012

Endlich angekommen!

Ich habe es geschafft! Nach einer insgesamt 12-stuendigen Reise, in der es mir sehr an Schlaf gemangelt hat, sind wir weltwaerts-Freiwillige heute mittag um 13:20 Uhr Ortszeit in Nairobi gelandet. Ich war sehr muede und froh, endlich angekommen zu sein. Waehrend der Fahrt zu dem Hostel unserer Organisation CIVS ist mir Eines sehr deutlich geworden: Ich habe genau das richtige getan. Genau hier gehoere ich im Moment hin und hier werde ich mich sehr wohl fuehlen. Die Atmosphaere der Stadt, die Freundlichkeit der Mitarbeiter von CIVS, meine netten Mitfreieilligen  - das traegt alles dazu bei, dass es mir auf den ersten Blick sehr gut hier gefaellt! Die ersten Tage werden wir im Hostel verbringen, bevor wir in unsere Gastfamilin umziehen. Die Mitarbeiter des Hostels sind sehr hilfsbereit, sind mit uns auf die Bank zum Geldwechseln und zum Einkaufen gefahren und haben uns das Internetcafe gezeigt, indem ich jetzt sitze. Sie haben uns auch unsere erste kenianische Mahlzeit gekocht: Reis, weisse Bohnen in Tomatensauce und Sukuma Wiki (das ist so aehnlich wie Spinat oder Gruenkohl).
Ganz kann ich es immernoch nicht glauben, dass ich wirklich in Kenia bin, aber so wie es ist, ist es genau richtig. Ich denke, das ist erst mal das Wichtigste. Liebe Gruesse an zu Hause!

Montag, 3. September 2012

Nicht mehr lange!

So. Noch drei mal schlafen, dann ist es soweit. Langsam wird es ernst. Die letzte Wäsche ist gewaschen, morgen wird gepackt. Im Moment denke ich weniger darüber nach, was mich in Nairobi an Neuem erwartet, viel mehr habe ich Angst, dass ich meine Lieben hier zu Hause zu sehr vermissen werde. Wie gut kann man Kontakt halten? Funktioniert da unten das Internet, sodass man skypen und mailen kann? Nach Deutschland ist die Zeitverschiebung nur eine Stunde, nach Australien, wo mein Freund das nächste Jahr verbringt, allerdings 7-9 Stunden. Wird sich hier viel verändern, während ich weg bin?
In den letzten Tagen vor meiner Abreise bin ich hauptsächlich damit beschäftigt, (möglichst) alle Menschen, die ich im nächsten Jahr vermissen werde, nocheinmal einzuladen oder zu besuchen.
Ich werde am Donnerstag wohl mit einem lachenden und einem weinenden Auge zum Flughafen fahren - wobei ich sicher bin, dass beim Abschied das weinende das lachende besiegen wird! Im Flugzeug sieht es sicher schon wieder ganz anders aus - warten wir es ab. Eins ist klar: Ich habe ein Jahr voller wundervoller Erfahrungen, neuen Denkanstößen, netter Menschen und ohne Winter vor mir!