Den Ostersonntag habe ich im Watoto Wema Centre verbracht.
Eigentlich fängt die Geschichte aber schon am Samstag an. Beziehungsweise an
Weihnachten, als ein freundlicher privater deutscher Sponsor auf die Idee kam,
dem Centre ein Weihnachtgeschenk in Form einer Geldspende zu überreichen. Mit
diesem Geld (und dem Geld eines anderen Sponsors aus den Niederlanden) haben
wir für die Kids eine kleine Oster-Feier organisiert. Dafür haben Chloé, eine
französische Freiwillige, Eric, der neue Yoga-Lehrer des Centres (siehe unten)
und ich am Samstag vor Ostern 100 Chapatis (Pfannkuchen) gebraten. Dafür haben
für viel Mehl, viel Öl und sechs Stunden gebraucht. Aber wir hatten auch viel
Spaß.
Am Sonntag bekamen die Kinder dann Chapati mit Gemüse und Fleisch, Cola, Fanta und Kekse.
Außerdem konnte jedes Kind ein Osterei färben und später essen.
Die Eier konnten zuerst mit Wachmalstiften angemalt werden und wurden dann mit
Lebensmittelfarbe gefärbt. Den Kids hat das Färben viel Spaß gemacht! Einige
Tränen mussten später allerdings getrocknet werden, da einige Eier der
kleineren Kinder verloren gegangen sind bzw. von älteren Schülern geklaut und
gegessen wurden. Pfiu! Aber auch hier teilen Freundinnen und Freunde gerne
untereinander, sodass jedes Kind Ei essen konnte.
Nach dem Essen bauten die „Großen“ ihre Musik im
Klassenzimmer auf und wir tanzten. Die Kids hatten Gruppen gebildet und haben
in den Gruppen vorgetanzt, allerdings hat es bald niemanden mehr auf den Sitzen
gehalten und wir haben alle gemeinsam getanzt. Es war ein Riesenspaß!
Ja, was gibts sonst noch so neues im Centre? Vieles! Einer
der Lehrer hat vor ein paar Wochen gekündigt und wir Freiwilligen haben vorerst
seine Klasse übernommen, bis ein Erstaz
gefunden wurde. Seitdem haben wir viel zu tun. Zum Glück gibt es seit letzter
Woche eine neue Lehrerin: Teacher Edith. Sie ist eine eher ruhige Person,
scheint mir aber eine gute Lehrerin zu sein - soweit ich das beurteilen kann.
Ich mag sie jedenfalls. Die Kinder kommen auch gut mit ihr aus und es ist gut,
dass sie wieder eine „richtige“ Lehrerin haben.
Die erste Klasse und die Vorschule sind jetzt endlich
getrennt (was sie schon seit Beginn des Schuljahres im Januar hätten sein sollen),
allerdings gibt es hier nur eine Lehrerin für beide Klassen, Teacher Lydia, die
allerdings eine sehr gute Arbeit macht und alles super managed!
Am Samstag waren wir Watoto-Wema-Freiwillige zusammen mit vier anderen weltwärts-Freiwilligen aus anderen Projekten und einem Mitarbeiter von CIVS (die kenianische Partnerorganisation meiner deutschen Endsendeorganisation) im Center und haben Bäume und Gemüse gepflanzt und das Grundstück ein bisschen von Plastik-Müll und rumliegenden Klamotten befreit. Das Center hat jetzt vier neue Mangobäume, zwei Baumtomatenbäume, vier Avocadobäume, vier Orangenbäume und vier Papayabäume. Außerdem ein neues Feld mit sukuma wiki (ähnlich wie Spinat).
Während wir gearbeitet haben, hat unsere Mama-Ziege ihr Baby zur Welt gebracht. Ist es nicht süß?
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