Außer dem neuen Kaninchenstall haben wir auch eine neue Küche. Die alte Küche ist jetzt zu einem Klassenraum umfunktioniert worden (siehe unten). Sie ist schon seit Längerem nicht mehr benutzt worden, weil der Rauchabzug nicht richtig funktioniert hat und deshalb der Rauch oft ins Klassenzimmer gezogen ist. Bisher hat "mum" also hinter dem Schul- und Küchengebäude gekocht, in einem Raum, der nur durch Decken vom staubigen Umfeld abgetrennt war. Dank Susan, einer Freiwilligen aus den USA, die während ihrem zweiwöchigen Freiwilligendienst in Ruai viel Geld gespendet hat, haben wir nun also eine neue Küche mit richtigen Steinboden und Wänden.
Hier noch ein paar Vorher-Nachher-Bilder zu den neuen Schulbänken. Da die Stühle und Tische während der Schulferien alle kaputt gegangen sind und als Feuerholz verwendet wurden, mussten die Kinder nach den Ferien zunächst auf den Yogamatten unterrichtet werden. Das war entweder sehr unbequem oder ein bisschen zu bequem, als dass die Kids gut hätten lernen können. Die Stühle, die wir vorher hatten, waren schon lange instabil und sind einer nach dem anderen zerbrochen. Während der Regenzeit hatten wir zudem einen so großen Mangel an Feuerholz, dass die Kinder oft nur trockenen Reis zum Mittag- und Abendessen bekamen, weil für einen zweiten Topf kein Feuerholz mehr zur Verfügung stand. Jetzt sind die neuen Bänke da, aber zu meiner Freude flattert immernoch die eine oder andere Spende für das Watoto Wema auf meinem Konto ein. Das ist natürlich toll, denn es warten noch viele andere Projekte auf das Center. Diesen Samstag wollen wir mit den Kindern einen Ausflug in den Uhuru-Park in Nairobi machen, dafür werden ich einen Teil der übrigen Spenden verwenden. Wir planen den Ausflug zusammen mit einer französischen Freiwilligen, die ebenfalls Spenden für das Center gesammelt hat. Wir tun alles dafür, den Kindern einen unvergesslichen Tag zu bereiten!
VORHER:
NACHHER im alten Klassenraum:
NACHHER in den neuen Klassenräumen:
Vielen Dank noch mal an alle Spenderinnen und Spender, die das Geld für die Bänke geschickt haben. An dem Tag, an dem sie geliefert wurden, waren alle inklusive der Lehrerinnen und des Heimleiters ganz aufgeregt. Als ich kam, fingen alle Kindern an zu murmeln, bis eines fragte, ob ich diejenige sei, die die Bänke gekauft hätte. Ich habe ihnen erklärt, dass viele nette Leute in Deutschland Geld geschickt hätten, damit ich für sie die neuen Schulbänke kaufen könnte. Die Kinder waren sehr beeindruckt. Seit diesem Tag lässt der Heimleiter keine Gelegenheit aus, zu erwähnen, dass ich diejenige gewesen sei, die die ganze Sache "ins Rollen" gebracht hätte. Das stimmt natürlich nur halb. Die Freiwillige aus den USA kam mit einer großen Bereitschaft ins Center, Dinge zu verändern und Geld auszugeben. Sie hat wirklich viel geholfen in der kurzen Zeit, in der sie hier war!
So. Was gibts noch neues? Einige neue Kinder, von denen ich euch das jüngste gerne kurz vorstellen möchte. Unsere Co-Managerin Mariolein lernte Fidel Maina zufällig kennen, als sie ein Kind aus dem Center im Krankenhaus besuchte. Der kleine Fidel war von seiner Tante ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem er von seiner Mutter schwer misshandelt wurde. Letztendlich hatte sie ihm beide Arme gebrochen. Zu dieser Zeit sah Fidel schrecklich aus. Mariolein hat ihn regelmäßig besucht und ihm einen Platz im Watoto Wema Center organisiert. Seit zwei Wochen wohnt Fidel jetzt im Center und es geht ihm gut. Kaum zu glauben, dass diese Bilder alle das gleiche Kind zeigen, oder? Fidel ist sehr gesprächig und scheint ein cleverer kleiner Kerl zu sein. Wir hoffen alle, dass er sich weiterhin gut entwickelt und trotz des schwierigen Starts ein schönes langes Leben vor sich hat!
So, das war's für heute. Ich hoffe, euch geht es gut. Wir lesen uns bald. Passt auf euch auf, Gott segne euch!




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen