Am Freitag mussten wir dann Abschied von unserer Wohnung und unserer Katze nehmen. Letztere und das meiste Möbiliar brachte Sonia in ihr Projekt in Njiru. Wir mussten den Tisch auseinanderbauen, den wir mühevoll aus zwei Schulbänken gebastelt hatten. Ach ja, Clemens trägt hier übrigens auch sein neues kenianisches Hemd. Ich finde es sehr schick.
Nach weiteren sieben Stunden landeten wir in Frankfurt, wo wir von unseren Familien mit großer Freude empfangen wurden. Jetzt sind wir also alle wieder zu Hause und versuchen uns wieder ins deutsche Alltagsleben hineinzufinden. Ich finde, es fühlt ich noch etwas komisch an: Einerseits ist alles so vertraut, andererseits so fremd. In Kenia habe ich nicht nur einen Urlaubsort zurück gelassen, sondern ein ganzes Leben, einen Alltag, Freunde und eine Arbeitsstelle. Einerseits bin ich die gleiche Person, die vor 11 Monaten den Schritt gewagt hat, ihre Heimat für beinahe ein Jahr zu verlassen, um in Kenia zu leben. Andererseits bin ich überhaupt nicht mehr die gleiche Person. Ich freue mich auf spannende Gespräche mit Menschen, die offen sind und gerne an meinen Erfahrungen teilhaben möchten.
Dies ist vorerst mein letzter blog-Eintrag. Ihr könnt die Adresse aber gerne noch behalten, denn es kann gut sein, dass ich bald wieder mit dem Schreiben anfange: Ich plane, Ende Dezember zurück nach Kenia zu gehen, um dort meinen Master in Erziehungswissenschaften zu machen. Wir lesen uns also wieder....
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