
In der letzten Woche galt es für uns Freiwillige außerdem, Abschied von unserer Partnerorganisation CIVS (Center for international Voluntary Service) zu nehmen. Unser letztes Evaluationsseminar fand im Hostel statt, in dem wir die erste Woche unseres Kenia-Aufenthalts verbracht hatten. Das war besonders schön, weil unser weltwärts Jahr so zu einem runden Abschluss kommen konnte.

Während des Seminars, das zwei Tage lang dauerte, haben wir viel miteinander gelacht, geredet und gespielt. Es war interessant, Erfahrungen auszutauschen, aber auch der Organisation Rückmeldung über ihre Arbeit zu geben.

Wir haben zum Beispiel ein Spiel gespielt, in dem wir würfeln und unsere Spielfigur bewegen und dann einen Satz auf einem Kärtchen beenden mussten. Die Sätze lauteten "Mein Projekt war...." oder "Kenia ist für mich...." oder "Meine Gastfamilie...." usw. Wir haben das sehr schnell geschafft, da wir uns selbst schon zu vielen Themen Gedanken gemacht hatten und uns untereinander ausgetauscht hatten.

Wir haben auf einer Flipchart eingetragen, welche Krankheiten wir in diesem Jahr hatten. Wir waren 9 Leute und jeder musste bei einer Krankheit entsprechend der Anzahl der Male, wie oft er die Krankheit hatte, Kreuze machen. Der eindeutige Gewinner waren hier die Durchfallerkrankungen. Malaria hatten ungefähr die Hälfte von uns, einige doppelt. Einige von uns waren außerdem erkältet und hatten Harnwegsinfektionen. Insgesamt war keine bzw. keiner von uns schlimm krank.

Wir sollten außerdem auf Zetteln eintragen, was wir gerne in unseren Koffer einpacken und nach Deutschland mitnehmen würden und was wir gerne in Kenia lassen möchten. Den zweiten Zettel haben wir dann zerknüllt und symbolisch in einen Papierkorb geworfen. Insgesamt nehmen wir alle wunderschöne Erfahrungen und viele neue Freundschaften mit nach Hause.

Es gab gutes Mittagessen: Spaghetti mit vegetarischer Bolognese mit Sojahack.

Zum Schluss gestalteten wir ein Plakat für das CIVS Office, auf welchem wir unseren Dank und unsere Wünsche für CIVS verewigten. In die Mitte setzten wir Jasper, den "Boss" von CIVS als gemütlichen Buddha, der immer die Ruhe bewahrt und jederzeit für alles eine Lösung findet. Wir alle fühlten uns von CIVS gut beraten und bei allen Vorhaben unterstützt. Jasper schaffte es bei Bedarf über Nacht, unsere Visa zu verlängern, alle Mitarbeiter waren jederzeit erreichbar und beantworteten geduldig unsere Fragen.

Am Donnerstag lud CIVS uns zu einem Abschiedsessen in ein Restaurant in Buruburu ein. Wir hatten einen netten Abend, gutes Essen und spannende Unterhaltungen. Es kam uns allen sehr unwirklich vor, dass wir in zwei Tagen schon im Flugzeug nach Deutschland sitzen würden. Die letzten 11 Monate sind wie im Flug vergangen. Der Abschied würde uns schwer fallen, obwohl wir uns auch alle auf zu Hause, unsere Freunde und Familie, freuten.
Wir bekamen von CIVS kleine Geschenke, die wir uns gegenseitig überreichten. Hier bekommt Milly gerade ihr Geschenk von Svenja überreicht. In meinem Umschlag war ein Kenia-Armband und ein paar große bunte Ohrringe. Andere bekamen Halsketten oder Armreifen. Clemens freute sich sehr über seinen Masai-Flaschenöffner.

Am Ende sagten wir alle noch ein paar nette Worte über die gute Zusammenarbeit und die schöne Zeit, die wir Freiwilligen zusammen mit CIVS hatten. Im September kommen neue weltwärts-Freiwillige. Unsere Zeit ist vorbei.

Später am Abend feierten wir noch ein bisschen unseren Abschied in einer Bar in Buruburu. Wir tanzten und hatten viel Spaß, waren aber auch traurig, weil wir wussten, dass wir unsere kenianischen Freunde schon bald würden verlassen müssen.
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