Außerdem gab es einen Wechsel im Kollegium des Centres: Ann, die bisher
gekocht und abends auf die Mädchen aufgepasst hat, ist seit letztem Wochenende
nicht mehr im Centre. Sie war nur kurz hier, hat ihre Pflichten nicht gemäß den Erwartungen der Leitung erfüllt und ist daher nicht mehr Teil des
"Staff". Heute hatten wir eine neue "Mum" zu Besuch (die
lustiger Weise ebenfalls Ann heißt), die bei uns bleibt, wenn alles passt. Der
erste Eindruck ist gut.
Mit dem einst grünen Garten, der in der Zwischenzeit leider sehr
verdorrt und kaum noch als Garten zu erkennen war, geht es auch wieder etwas
bergauf, seit Melanie und Nora sich ihm angenommen haben. Es wird jedoch einer
Menge Zeit, Liebe, Geld und Schweiß benötigen, um ihn wieder rundum auf
Vordermann zu bringen. Mr. Lusweti, der Leiter und "Daddy" des
Centres plant in der Zwischenzeit, einen Acker zu kaufen und Bohnen und Mais
selbst anzubauen, damit die monatlichen Kosten von scheinbar lächerlichen, für das Centre
aber kaum tragbaren 80 Euro dafür gespart werden. Githeri, eine Art Eintopf aus
Bohnen und Mais, ist das Hauptnahrungsmittel der Kinder im Centre. Für den Kauf
des Ackers und der Pflanzen werden dringend zusätzliche Spenden benötigt!
So, nun zu meiner Freizeitgestaltung. Im Oktober haben Sonia und ich ein
Wochenende in Emining bei unserem "Mitfreiwilligen" Clemens
verbracht. Ihr erinnert euch vielleicht an das Foto aus der Küche meiner
Gastfamilie, wo Clemens und ich zusammen Spaghetti gekocht haben.
Die Fahrt nach Emining war lang und mühsam - alles in allem haben wir jeweils fünf Stunden für Hinreise und Rückreise gebraucht. Dank guter Unterhaltung und einem Zwischenstop mit Abendessen in Nakuru war die Hinfahrt trotzdem sehr kurzweilig. Sonia und ich haben es beide genossen, endlich einmal aus Nairobi herauszukommen und Kenia von einer anderen Seite kennen zu lernen. Das Land ist sehr grün und landschaftlich eine Augenweide. Sogar Antilopen, Zebras und ein Affe haben unseren Weg im Matatu gekreuzt.
Die Fahrt nach Emining war lang und mühsam - alles in allem haben wir jeweils fünf Stunden für Hinreise und Rückreise gebraucht. Dank guter Unterhaltung und einem Zwischenstop mit Abendessen in Nakuru war die Hinfahrt trotzdem sehr kurzweilig. Sonia und ich haben es beide genossen, endlich einmal aus Nairobi herauszukommen und Kenia von einer anderen Seite kennen zu lernen. Das Land ist sehr grün und landschaftlich eine Augenweide. Sogar Antilopen, Zebras und ein Affe haben unseren Weg im Matatu gekreuzt.
Clemens bewohnt, wenn er nicht gerade Besuch aus Nairobi hat, das kleine Zimmer auf der rechten Seite, während sein Gastbruder sich das linke größere Zimmer mit seinem Kollegen Felix (siehe Foto) teilt, der genau wie Bethwel selbst auf der Farm angestellt ist und von Clemens ebenfalls liebevoll als Gastbruder bezeichnet wird.
Wie bereits erwähnt gibt es in Clemens Hütte wie auch im Haus der Gastfamilie kein fließendes Wasser und so bestand die emining'sche Dusche am Morgen für uns aus einem Eimer Wasser aus dem Wassertank der Farm, das
allerdings beängstigende Ähnlichkeit mit dem Wasser des nahegelegenen Flusses
hatte. Übrigens hatte das Wasser diese Farbe, BEVOR ich geduscht habe. Sie hat
sich durch meinen persönlichen Dreck nur unwesentlich verändert.
Obwohl es viel geregnet hat, hatten wir trotzdem viel Spaß an diesem Wochenende, haben die ganze Farm mit ihren Kühen, Hühnern, Mangobäumen, Fischteichen, Bienenstöcken und Passionsfrucht-Plantagen gesehen, mit Clemens Gastbrüdern Karten und "Srcabble" gespielt, uns den Bauch mit Passionsfrüchten vollgeschlagen...
... Schildkröten geküsst...
Schlimm erwischt hat uns der Regen dann allerdings doch, als wir auf der wackeligen Brücke über dem Fluss standen und uns eine gefühlte Ewigkeit nicht vom Fleck rühren konnten, weil wir sonst binnen Sekunden bis auf die Unterwäsche durchnässt worden wären.
Die nasse Rückfahrt auf der Ladefläche des Pick-ups war da viel weniger lustig als die Hinfahrt, die wir noch in strahlendem Sonnenschein genießen konnten.
Insgesamt ging das Wochenende viel zu schnell vorbei und wir freuen uns
schon auf den nächsten Besuch bei Clemens, der doch oft sehr einsam als
einziger Freiwilliger im gesamten Rift Valley ist und eindeutig mit weniger
Luxus auskommen muss, als wir verwöhnte Buruburu-Mädels.
Übrigens könnt ihr mehr über den Trip auch gerne auf Sonias Blog
nachlesen oder auf Clemens Blog mehr über sein Leben in Emining erfahren (siehe
Links rechts).

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